Renald Deppe stellt Ensembles mit jungen Musikern für die Quellenstraße zusammen

Festivalzentrum, Into the City - 21.03.2012

Renald Deppe (mitte) mit Musikern ©Max Mayerhofer

Die Vorbereitungen auf die vier Konzerte, die Renald Deppe mit Wiener Musikstudierenden in der Quellenstraße veranstaltet, laufen auf Hochtouren. Deppe stellt vier verschiedene Ensembles zusammen für vier verschiedene Themenabende. „Ich möchte die multikulturelle Vielfalt des Bezirks widerspiegeln“, sagt er. Die jungen Musikerinnen und Musiker kommen aus allen möglichen Ländern: dem Balkan, Kleinasien, Italien, Österreich. „Das sind klassisch ausgebildete Musiker, die bei uns ihren musikalischen Background aus der Heimat ausleben sollen – und dürfen. Das ist im akademischen Betrieb, aus dem sie kommen, eher selten möglich.“

Da wird also serbischer Turbo-Folk auf levantinische Rhythmen treffen, zeitgenössische E-Musik auf ungarische Volksmusik. „Aber es wird keinen türkischen Pop geben“, sagt Deppe. „Den hören die Leute rund um die Quellenstraße eh täglich. Wir wollen den Bewohnern schon etwas Neues bieten.“ Jetzt geht es gerade darum, ein Musikprogramm für jeden der vier Abende auszuarbeiten. Die Musiker gehen dabei durchaus ein Wagnis ein, weil sie die klassisch-akademische Aufführungspraxis mit den üblichen kanonischen Stücken gewohnt sind. Jetzt sind sie dazu aufgerufen, die Stile zu mischen, ganz neue Kombinationen zu wagen.

So viel steht schon fest: Es wird einen Jazz-Abend geben und drei kammermusikalische Abende, die E-Musik mit Volksmusik kombinieren. „Das werden keine abgehobene Kunstveranstaltungen sein, sondern sehr sinnliche Erlebnisse des musikalischen Handwerks“, verspricht Renald Deppe, der ein „Ermöglicher“ sein möchte.