Workshops mit LaborBerlin: film I omnibus I labor

Gran Lux DIY-Film, Gran Lux Filmnacht, Into the City - 27.05.2012

film I omnibus I labor ©Arne Hector

Neun Mitglieder von LaborBerlin richten einen Passagierbus als mobiles, temporäres, offenes Kino und Filmlabor ein, der die Bewohner von 28. bis 30 Mai auf dem Mexikoplatz und von 31. Mai bis 3. Juni auf dem Volkertmarkt zu filmischen Interaktionen und Experimenten im öffentlichen Raum einlädt. Der Bus ist für Besucher geöffnet und bietet Einblicke in die Arbeit mit Super8- und 16mm-Film. Vom Volkertmarkt verabschiedet sich LaborBerlin am Samstag, 2. Juni von 16 bis 20 Uhr mit einem Fest und einer Vorführung der entstandenen Filme, zu dem die Wienerinnen und Wiener herzlich eingeladen sind.

 

film I omnibus I labor ©Arne Hector

film I omnibus I labor ©Arne Hector

 

film I omnibus I labor ©Arne Hector

 

 

 

 

 

film I omnibus I labor ©Arne Hector

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An beiden Orten, sind die Anwohner aufgerufen, ihre privaten Super8-Filme mitzubringen und diese im bzw. vor dem Bus alleine anzusehen oder mit anderen zu teilen. Dabei kann man einen Kaffee trinken, sich kennen lernen und so eine andere Bildgeschichte von Wien erschaffen. Täglich um 16 Uhr wird ein Kinderfilmprogramm mit Super8-Filmen gezeigt.

 

In Zusammenarbeit mit dem Jugendraum alte Trafik am Volkertmarkt entstehen mit Kindern und Jugendlichen jeweils eigene Filme. 
Alle Arbeiten, die in den Workshops und Interventionen entstanden sind, werden am 5. Juni im Rahmen von Gran Lux. Eine lange Nacht mit Film und Performance in dem Passagierbus vor dem Wien Museum gezeigt.

 

Zudem brechen die Mitglieder von LaborBerlin vom Bus aus auf und entdecken mit ihren Kameras die Stadt auf jeweils eigene Art:

 

vanishing celluloid – vanishing cinema. 

long live the celluloid – long live the cinema

Im Zentrum der Super8-Arbeit steht die „Wiederentdeckung“ der Leopoldstädter Kinos. Im Laufe der Zeit sind diese komplett verschwunden. Spuren der Gebäude, Spuren von Erinnerungen werden auf Film festgehalten und gelangen im „Buskino“ zur Aufführung.

 

Ephemere Intervention im Stadtraum – Begegnung zwischen einem Performer, einer dokumentierenden Filmemacherin und Passanten

Indem der alltägliche Fluss von Bewegungen im Stadtraum durch poetische Gesten unterbrochen wird, wird der Versuch unternommen, eine ephemere Agora zu schaffen, einen gemeinsamen Raum, der sich zum Ziel nimmt, eine Gemeinschaft von Fremden zu formen.

 

Augustinverkäufer zeigen uns ihre Stadt

Dem Anschein nach eine ganz normale Stadtführung, wird die Perspektive eine andere sein. Nicht die imperialen Prachtbauten werden gezeigt und erläutert, sondern Orte, die wichtig sind für Menschen ohne Geld. Die Orte und die Verkäuferinnen und Verkäufer werden in Bild und Ton porträtiert.

 

THE HANDEYE (Bone Ghosts) / THE EYEHAND (Peeping Walls)

Der Ausgangspunkt für eine zweiteilige Intervention ist die Metapher von Wien als Organismus. Ein Organismus, der ein Selbstporträt erstellt. Das Selbstporträt beinhaltet zwei separate, aber verbundene Aktionen. Die Augen sehen, die Hand bewegt sich. Die Hände sehen, die Augen bewegen sich.

1. Intervention: THE HANDEYE (Bone Ghosts)

16mm Filmmaterial wird an unterschiedlichen Orten in Wien gedreht. Das Material wird entwickelt und an den Platz zurückgebracht, wo es aufgenommen wurde. Dort wird der Film einige Tage gelassen, damit der Ort selbst, die natürlichen Elemente und die Einwohner ihre Spuren hinterlassen können.

2. Intervention: THE EYEHAND (Peeping Walls)

Eine große Spiegelfläche wird vor eine Kamera montiert. Die Spiegelkamera wird so positioniert, dass an unterschiedlichen Orten der Fußgängerverkehr blockiert wird. Die Kamera wird die Fußgänger filmen, wie sie ihr eigenes Spiegelbild betrachten. Der Film wird am selben Tag entwickelt und am Abend für ein Publikum projiziert, was wiederum gefilmt wird. Dieser Prozess wird wiederholt und so entsteht am Ende ein Film, in dem die Bewohner von Wien sich gegenseitig „beäugen“.