Gran Lux DIY-Film ©Sabine Pichler

Gran Lux

PROGRAMMFOLDER Do-it-yourself-Filmlabors und experimentelle
Kinematografie aus Europa

Die kommerzielle Filmindustrie hat die analoge Filmtechnik beinahe komplett aufgegeben und produziert ausschliesslich digital. An sieben Abenden werden
in Anwesenheit vieler Filmemacher sowie Begründer und Betreiber zahlreicher europäischer Kinos und Labors Beispiele der analogen und manuellen Filmkunst
und der Film-Performance gezeigt. {more}

1966 wurde nach dem Vorbild der New Yorker Film Makers’ Cooperative die London Film-makers’ Co-op gegründet. Sie betrieb einen nicht kommerziellen Filmverleih, ein Kino und daneben eine Filmwerkstatt, die als offenes Labor nach dem Do-it-yourself-Prinzip funktionierte.

Ende der 1980er-Jahre entstanden ähnliche Filmwerkstätten in den Niederlanden und in Deutschland. 1992 eröffnete das Atelier MTK in Grenoble. Seither entstehen neue Filmwerkstätten und Labors in ganz Europa und darüber hinaus. Jenseits der kommerziellen Filmindustrie, die die analoge Filmtechnik inzwischen aufgegeben hat, restaurieren und erhalten Künstler und Kinobetreiber ausgemusterte Geräte und gründen selbstorganisierte Filmlabors.

Das Labor und Atelier des Filmemachers Paul Krimmer (dessen Urgroßvater 1910 mit dem Saalbau Feldkirch das erste Kino Vorarlbergs gründete) befindet sich in einer ehemaligen Tischlerei im 15. Bezirk. Hier werden an sieben Abenden in Anwesenheit vieler Filmemacher, Künstler sowie Begründer und Betreiber zahlreicher europäischer Kinos und Labors emblematische Beispiele der analogen und manuellen Filmkunst und der Film-Performance gezeigt.


Gran Lux. Do-it-yourself Film

Projektoren ©Jennifer French

Das Tonkino Saalbau befindet sich in einer ehemaligen Tischlerei im 15. Bezirk. Es ist das Labor und Atelier des Wiener Filmemachers
Paul Krimmer. Hier werden an sieben Abenden Arbeiten Europäischer Filmemacher und Film-Labors vorgestellt und es wird in Lectures über künstlerische Filmproduktion und Film-Performance diskutiert.

Teilnehmende Labors: Atelier MTK (F), Burstscratch (F), Cherry Kino (GB), filmkoop wien (A), Gran Lux Saint-Étienne (F), Kaos Camping (HU), Paul Krimmer (A), LabA (GR), L‘Abominable (F), ehemals London Film-makers’ Co-op (GB), MAAC-Le Labo (B), LaborBerlin (D), Sector 16 (D), Tree LAB (LT), u.a.

Musiker: Markus Steinkellner (A), Leon Leder (A), Robert Pockfuß (A), Bernhard Höchtel (A)
In Zusammenarbeit mit: Anne Grèzes, Gran Lux Saint-Étienne

Ort: Tonkino Saalbau, Flachgasse 25, 1150 Wien
Termine: 29. Mai bis 4. Juni, 20 Uhr
Anmeldung unter kartenbuero@festwochen.at
Programm
Eintritt frei

Interview mit Paul Krimmer über analoge Filmkunst

Paul Krimmer ©Sabine Pichler

Paul Krimmer ist Erbauer und Betreiber des Tonkino Saalbau. In seiner Arbeit mit dem analogen Film beschäftigt er sich mit den zahlreichen Möglichkeiten der Bearbeitung, Projektion, Produktion und Performance und dem Begriff des gelebten Kinos.

 


 

Jacob Everett, biro on paper, Cherry Kino, Leeds, 2012

 

Tree LAB, How the film smells, 16mm-Filmworkshop, National Gallery of Art, Vilnius, 2011

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Teilnehmen

Festwochen jugendFREI 2012. Das Vermittlungsprogramm der Wiener Festwochen für Schulklassen

Die Rettung des Celluloid-Films. Während die kommerzielle Filmindustrie die analoge Filmtechnik längst aufgegeben hat, restaurieren und erhalten inzwischen in ganz Europa Künstler und Handwerker ausgemusterte Analog-Geräte und gründen selbstorganisierte Filmwerkstätten. Sie funktionieren vielfach als offene Labors nach dem Do-it-yourself (D.I.Y.) Prinzip. Der Filmemacher Paul Krimmer öffnet sein Labor und Atelier und stellt uns seine Arbeit vor.

Ort: Tonkino Saalbau, Flachgasse 25, 1150 Wien
Termin: 5. Juni, 10 bis 18 Uhr
Anmeldung unter jugendfrei@festwochen.at
Eintritt frei