©Salah M. Hassan

©Soultana

Talk, Festivalzentrum
Sonntag, 12. Mai, 18.30 Uhr

FROM BLACK POWER
TO HIPHOP. Die politische Dimension in afrikanischer Musik und Kunst

Mit: Salah M. Hassan (US), Patricia Hall (US), Mamadou Diabate (AT), Soultana (MA), Moderation: Wolfgang Schlag (Kurator Into the City) (AT)

 

In englischer Sprache

Nightline, 21 Uhr

Eintritt frei

 

Das Pan African Arts and Culture Festival (Festival panafricain d’Alger), das 1969 in Algier stattfand, war die Reaktion auf das Premier Festival Mondial des Arts nègres à Dakar von 1966. Damals wurde der zuvor in Dakar formulierte Begriff der »Négritude«, einer französischen Form des Panafrikanismus, radikal verworfen. Beim Festival in Algier ging es nicht um eine Annäherung an den Westen, sondern um eine Kritik an kolonialen Strukturen und politischen Machtverhältnissen. Eingeladen waren Künstler, die sich in ihrer Arbeit explizit politisch zu Wort meldeten, wie Nina Simone, Miriam Makeba und Archie Shepp, aber auch Vertreter der US-amerikanischen Black Panther-Bewegung und der palästinensischen Befreiungsorganisation El Fatah. Eröffnet wird das Gespräch wird mit zwei Lectures. Der Kunsthistoriker und Kulturtheoretiker Salah M. Hassan spricht über die Bedeutung des Pan African Arts and Culture Festival. Er ist Leiter des Institute for Comparative Modernities und Professor für African and African Diaspora Art History and Visual Culture an der Cornell University. Zum »Musik und Zensur«-Schwerpunkt spricht Patricia Hall über das 2012 erschienene und von ihr herausgegebene »The Oxford Handbook of Music Censorship«. Derzeit arbeitet sie an einer Monografie über Musik in politischen Filmen und ist Begründerin und Herausgeberin des Online-Journals »Music and Politics«.

 

2005 gründete die Sängerin Soultana die erste Frauen-Rap-Formation Marokkos. Heute lebt Soultana in New York, arbeitet aber immer wieder in ihrer Heimat Marokko, um sich politisch zu engagieren. In ihren Texten fordert sie regelmäßig die politische Gleichstellung von Frauen in Marokko. Mamadou Diabate kam im April 2000 aus seiner Heimat Burkina Faso nach Wien und gründete hier u. a. sein Balafon-Ensemble Percussion Mania. Er arbeitet mit unterschiedlichen österreichischen Künstlern wie Sigi Finkl zusammen und tritt im Rahmen der Nightline live mit DJ Karim feat. Soultana auf.

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